Entdeckungen
Es gab zwei Dinge, die mich die letzten Wochen davon abgehalten haben, größer Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen.
Zum einen habe ich so richtig aufgeräumt.
Jawohl, ich.
Wer mich persönlich kennt, weiß, dass das eine Erwähnung wert ist.
Ich habe, als mein Abi rum war, das fünfte bis elfte Schuljahr auf einen Ordner zusammengebracht. Darin habe ich ein bisschen was an Erinnerungen und Wissenswertem aufgehoben. Der Rest hat die Schmierpapiervorräte meines Vaters und den Papiermüll gefüllt.
Zur Zeit miste ich ein wenig meine Kindergarten- und Grundschulordner aus, als nächstes kommt die Kollegstufe dran.
Meine Schränke, meine Fotoalben, die Kisten auf dem Schrank und hinterm Sofa… dort bin ich auch wild am sortieren. Ich habe bereits einen Wäschekorb voll mit Sachen für Oxfam.
Der zweite Grund, wieso ich kaum am Computer saß, war eine ziemlich nervige Grippe, die mir noch immer ein wenig die Stimme raubt.
Während die Grippe eher wenig Erstaunliches ans Tageslicht gebracht hat, ist das Aufräumen bisweilen eine ziemlich interessante Angelegenheit. Ich habe beispielsweise einen Brief entdeckt, den ich mir in der dritten Klasse selbst geschrieben hatte. Geplant hatte ich damals einen “Brief durch die Zeit”, bei dem ich meinem zukünftigen Ich hallo sagen kann. Viel mehr als ein “hallo” fiel mir dann aber auch nicht ein, deshalb ist er ein wenig auf dem Niveau “Wir geht es dir? Mir geht es gut.” geblieben. Trotzdem gefällt mir die Idee.
Ich hatte ihn schon einmal wiedergefunden, als ich in der siebten Klasse war, und einen neuen Brief mit in den Umschlag gelegt. Darin steht zum Beispiel, dass ich gar nicht mehr wüsste, dass ich ihn je geschrieben hatte.
Auch diesmal war ich wieder völlig ahnungslos, als ich den Umschlag öffnete. Und natürlich kam wieder ein weiterer Brief in den Umschlag, bevor ich ihn mir gut versteckt habe.
Außerdem habe ich meine früheren Schreibversuche wieder entdeckt. Eine Geschichte habe ich gleich mal bei den sonstigen Texten eingetragen